Auf der Bühne des Ruin Teatr Victoria treten zwei Musiklegenden auf – Spięty (1. Mai) und Lech Janerka (3. Mai). Traditionell starten wir im Mai mit tanzenden Schritten und leuchtenden Kopfhörern auf den Ohren – am 2. Mai findet die Silent Disco statt. Doch das ist noch nicht alles – das Mai-Wochenende bietet auch Gelegenheit, in Kindheitserinnerungen zu schwelgen. Die Allee der Freundschaft versetzt uns wieder in den Hinterhof. Springseil, Klassen, Gummiband, Kronkorken – wenn Ihnen diese Worte etwas sagen, dann sind Sie bereit für schmutzige Hände von der Kreide und aufgeschürfte Knie.
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1. und 2. Mai, 16:00 – 19:00 Uhr | RETRO-HOFSPIELE
Das Sitzen auf dem Wäschegestell ersetzen wir durch das Sitzen auf der Treppe, von der aus man den „Wolf“ erwischt. Wir kehren zurück in die Zeit, in der man bis zur Dämmerung im Hof saß, und dort gab es „Klassen“, Kronkorken, Gummibandspiele, Seilspringen, „Zośka“, „Berek“ und vieles mehr! Die älteren Generationen erinnern sich sicherlich daran, wie es war; lassen Sie uns also die Jüngeren mit der Freude an diesen Spielen anstecken.
1. Mai, 19:00 Uhr | SPIĘTY – Konzert
Spięty – alias Hubert Dobaczewski – ist ein Gitarrist, Sänger und Songwriter, der für seine langjährige Zusammenarbeit mit der Band LAO CHE sowie für seine Solokarriere bekannt ist. Er ist Autor der Alben „Antyszanty“, „Black Mental“ und „Heartcore“. Das Album „Heartcore“ wurde für den Fryderyki-Preis 2023 in der Kategorie Alternative Musik nominiert. Im Jahr 2025 wurde Spięty mit dem Preis „Ambasador Polszczyzny w piśmie“ (Botschafter der polnischen Sprache in der Schrift) ausgezeichnet, der vom Rat für die polnische Sprache verliehen wird. Die Single „Blue“, die das Album bewarb, hielt sich 21 Wochen lang ununterbrochen auf Platz 1 der RADIO 357-Charts und war über 90 Wochen lang in den Top Ten vertreten. Im Frühjahr 2026 erschien sein neues Album mit dem Titel „Full H.D.“. Der Künstler tritt in folgender Besetzung auf: Spięty (Gesang, Gitarre), Bartek Kapsa (Schlagzeug, Sampler), Emil Wojtczak (Bass), Patryk Kraśniewski (Keyboard).
2. Mai, 19:00 – 00:00 Uhr | SILENT DISCO
Eintritt 30 PLN, vor Ort zu bezahlen | begrenzte Teilnehmerzahl | Für die Ausleihe von Kopfhörern müssen Sie einen Ausweis vorlegen und eine Erklärung unterzeichnen.
Die „Stille Disco“ in den Ruinen des Theaters ist der mit Spannung erwartete Hit der Maifeiertage. Die Musik erklingt über dreikanalige Kopfhörer, und die Teilnehmer entscheiden selbst, zu welchen Klängen sie feiern möchten. Es legen drei DJs gleichzeitig auf (DJ 5cet, DJ P33, DJ Winylowe Historie), wobei jeder für einen anderen Stil zuständig ist – Retro, Electro und Clubbing. Wenn Sie am Rand stehen, sehen Sie die tanzenden Menschen, hören aber keine Musik.
3. Mai, 18:00 Uhr | LECH JANERKA – Konzert
Eine Ikone der polnischen Alternativmusik, Autor von Hits wie „Strzeż się tych miejsc“, „Jezu jak się cieszę“ oder „Paragwaj“. Obwohl er bereits 70 Jahre alt ist, begeistert er nach wie vor mit seinen brillanten Texten und seiner scharfsinnigen Beobachtung der Realität. Der Künstler wird seine größten Hits sowie Stücke aus seinem jüngsten Album „Gipsowy odlew falsyfikatu“ präsentieren, das nach 18 Jahren der Stille das Licht der Welt erblickte. Das Material ist ebenso sehnlich erwartet wie hervorragend, daher ist es kein Wunder, dass es in den Jahresrückblicken ganz oben landete – darunter auf Platz eins der Liste der polnischen Alben 2023 laut „Gazeta Wyborcza“, „Polityka“ oder „Onet“, und dabei fünf Fryderyk-Auszeichnungen einheimste, u. a. für das „Album des Jahres“ und den „Besten Song des Jahres“. Janerka tritt selten live auf, da er nur dann komponiert und auftritt, wenn er das Bedürfnis danach verspürt und etwas Wichtiges zu vermitteln hat. Dank seiner kompromisslosen Haltung ist er nach über vier Jahrzehnten auf der Bühne eine lebende Rocklegende.
Veranstalter: Kulturzentrum Victoria, kommunale Kultureinrichtung der Stadt Gliwice | Partner: Schlesisches Metropolennetzwerk
Titelsponsor der Veranstaltung ist TAURON.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts „TAURON Gliwicka Energia Kultury“ statt.