Maniucha und Ksawery – Konzert & „Schlesien aus der Sicht seiner Einwohner“ – Diskussion | TAURON-Kulturfreitage

Jeder Freitag in den Sommerferien ist ein Kulturfreitag! Die „TAURON-Kulturfreitage“ laden zu Abenden voller Begegnungen, Konzerte und Theateraufführungen ein.

🔴 Konzert von Maniuch und Ksawery 

Maniucha und Ksawery stehen für den Dialog zweier musikalischer Welten, die in Tradition und Improvisation eine gemeinsame Sprache finden. Die Grundlage ihres Schaffens bilden die Lieder aus Polesien – Geschichten, die über Generationen hinweg weitergegeben wurden und vom Rhythmus der Natur, vom Alltag, von der Liebe, von der Arbeit und von Bräuchen handeln. Dieses Material entspringt Maniuchas langjährigen Feldforschungen, in deren Rahmen sie den Gesang und die Erinnerungen der ältesten Bewohnerinnen ukrainischer Dörfer dokumentierte und dabei auch auf Archivaufzeichnungen aus dem polnisch-ukrainischen Grenzgebiet zurückgriff. Das Repertoire des Duos umfasst Frühlings-, Ernte-, Hochzeits- und Liebeslieder, Bettlerlieder, Weihnachtslieder und Wiegenlieder. Zusammengenommen fügen sie sich zu einer musikalischen Erzählung über den Kreislauf des menschlichen Lebens und der Natur. Maniucha Bikont und Ksawery Wójciński sind Preisträger des Wettbewerbs „Turniej Muzyków Prawdziwych“ sowie des Czesław-Niemen-Sonderpreises beim Festival des Polnischen Rundfunks „Nowa Tradycja“. Ihr Debütalbum „Oj borom, borom“ interpretiert archaische Lieder aus dem westlichen Polesien und verbindet dabei Tradition mit der zeitgenössischen Sprache der improvisierten Musik.

🔵 Diskussion: „Schlesien aus der Sicht seiner Einwohner“

Wie sieht die junge Generation Oberschlesien heute? Sind Industrie und Bergbau nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der regionalen Identität? Wie geht es mit dem „Godka“ weiter und wie lässt sich Schlesien neu entdecken? Im Rahmen der Veranstaltung werden wir über das heutige Gesicht der Region, ihre Veränderungen sowie über Orte sprechen, die – obwohl sie im Alltag oft übersehen werden – ihren einzigartigen Charakter ausmachen. Arbeiterwohnsiedlungen, Halden, Bergwerksschächte und postindustrielle Landschaften bilden den Ausgangspunkt für ein Gespräch über Erinnerung, Identität und die Zukunft Oberschlesiens. An der Diskussion nehmen teil: Mateusz Ledwig (Roobens aus Bytom) – ein Internet-Künstler, der die schlesische Kultur und den schlesischen Dialekt bekannt macht, Kamil Nowak und Zuzanna Czyż – die Autoren der Sendung „Mikrokosmosy“, die auf TVP Katowice ausgestrahlt wird und sich der Entdeckung außergewöhnlicher Orte und der Geschichte der Region widmet. Moderiert wird die Veranstaltung von Kamil Iwanicki, Autor der Bücher „Familoki. Schlesische Mikrokosmen“ und „Das Schlesien, das es nicht gibt“, der dem Kulturzentrum Victoria angehört. Die Diskussion bietet Gelegenheit, über die zeitgenössische schlesische Identität, das lokale Kulturerbe sowie neue Wege der Darstellung der Region zu sprechen.

 7. August, Ruinen des Victoria-Theaters in Gliwice
18:00 Uhr – Eröffnung der Sommerterrasse mit Barbereich des „Stary Kufel“
19:00 Uhr – Konzert von Maniuch und Ksawery
20:30 Uhr – Diskussion: „Schlesien aus der Sicht seiner Einwohner“
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Kulturfestivals
statt. FREIER EINTRITT, die Teilnehmerzahl ist begrenzt – in den Ruinen sind maximal 300 Personen zugelassen. Es sind keine Eintrittskarten erforderlich, und wir nehmen keine Platzreservierungen entgegen.

DAS 🔺VOLLSTÄNDIGE PROGRAMM DER REIHE „TAURON-KULTURFREITAGE“: CLICK


Die Veranstaltung wird von der Stadt Gliwice und dem Kulturzentrum Victoria organisiert.
Titelsponsor der Veranstaltung ist TAURON.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts „TAURON Gliwicka Energia Kultury“ statt.
Partner: Schlesisches Metropolennetzwerk, Hotel Qubus Gliwice